Shopware Plugin im Store verkaufen | Erfahrungsbericht

Sicher haben es einige von euch schon einmal überlegt euer Plugin im Store zum Verkauf anzubieten – warum eigentlich nicht ein paar Mark extra verdienen. Plugin hochladen und Geld verdienen, ganz so einfach ist es dann doch nicht…

Pluginanalyse

Als erstes solltet Ihr euch darüber Gedanken machen ob überhaupt ein Markt für euer Plugin besteht oder ob dieser bereits Maßlos überflutet ist. Das kann ein bereits gutes, kostenloses Plugin sein oder ebenso 10-20 günstige Plugins, welche die gleiche Funktion haben (Social Media einbinden z.B.)

Sollte das der Fall sein und Ihr wollt wirklich ein paar Euro verdienen, lasst die Finger davon. Wenn Ihr es als Freizeit Projekt launchen wollt – Open Source (nicht mit Ioncube verschlüsselt) und ohne ExtJS – dann „go for it“!

Herstellervertrag

Der Herstellervertrag wird mit Shopware geschlossen um ein Vertragsverhältnis zwischen euch und Shopware zu schaffen. Die Pflichten des Anbieters sind hier wesentlich umfangreicher als die von Shopware – naja der Vertrag wurde ja auch von Shopware verfasst. Neben den Pflichten der beiden Parteien finden sich hier auch die Vergütungen und Vertragslaufzeiten.

Kosten

Ja – leider müsst Ihr am Anfang erstmal mit Kosten rechnen und zwar wenn folgende Punkte bei eurem Plugin zutreffen:

Ioncube

Ihr wollt Ioncube für die Verschlüsselung verwenden. Dafür müsst Ihr pro Jahr 99€ berappen.

ExtJS

Euer Plugin erweitert das Backend? Zu blöd, denn hierfür sind noch einmal 296,31€ (Brutto) fällig. Shopware nennt das die Shopware 5.0 SDK welche im Store zu erwerben ist, oder einfach eine E-Mail an sales@shopware.de schreiben.

25% Gebühr

Shopware nimmt für jedes verkaufte Plugin eine Gebühr von 25% – das heißt wenn Ihr euer Plugin für 100€ verkauft bleiben euch 75€. Das ist vermutlich der Grund warum große Plugin Agenturen ihren eigenen Shop haben und Ihre Plugins verkaufen.

Um ehrlich zu sein habe ich damit am Anfang überhaupt nicht gerechnet. Bis vor kurzem gab es die Kosten für Ioncube scheinbar auch noch nicht – die Sache mit ExtJS habe ich erste gesehen als ich das Plugin schon im Store hochgeladen hatte und mir angezeigt wurde:

Overall ist es mir die Erfahrung wert. Der Betrag von ExtJS fällt ja auch nur einmal an (bis Vue.JS kommt?) und jährlich 99€ ist auch in Ordnung, dafür das der Plugin Code sicher ist und nicht einfach kopiert werden kann (ja ich finde OpenSource auch gut, aber es gibt zu viele Menschen die das ausnutzen und am Ende doch nicht zahlen… Oft genug selbst erlebt).

Plugincode

Geht bevor ihr das Plugin hochladet nochmal alle Dateien durch. Ich habe beim finalen Code Review noch ein auskommentierten var_dump() + die() und 2-3 „Unhandled Exceptions“ gefunden. Außerdem noch 1-2 uses die ungenutzt waren, da während der Entwicklung Methoden raus geflogen sind.

Wenn Ihr Phpstorm oder eine andere IDE benutzt und eure Getter und Setter über „Generate“ erzeugt, achtet darauf das euer „Php language level“ auf Php 5.6 gestellt ist. Mir ist es beim testen erstmal nicht aufgefallen, aber durch den automatischen Code review kam es dann raus 😉

 

Wenn Ihr ein Model mit mehr als 5 Values habt werdet Ihr sicher die Generierung genutzt haben – da Shopware aber auch noch PHP 5.6 supported kam es hier zu einem Error.

Die .zip File solltest du mit einer kompletten Ordnerstruktur hochladen – ich habe erstmal wie bei anderen Plugins üblich den Inhalt meines Ordners MihoBugReporting gezipt.

Die Error-Meldung folgte prompt – also einfach auf Version klicken und unten auf Datei aktualisieren  klicken.

Ich habe am Anfang auf „Neue Version“ hochladen geklickt und dann muss alles erneut eingetragen werden (Changelog etc. pp.)

Wenn nun alles gut läuft führt der automatische Test zu einem Success und Ihr könnt darauf warten das ein Mitarbeiter das Plugin manuell prüft und freigibt.

Demo Bilder

Mir wurde durch eine MA des Sales Teams noch mitgeteilt, dass keine Bilder mit Demodaten von Shopware im Store benutzt werden dürfen. Achtet also darauf, dass Ihr bei der Präsentation nur lizenzfreie Bilder verwendet (z.B. Pixabay) oder eigene Bilder einsetzt.

 

Lizenz

Wenn euer Plugin Geld kostet empfehle ich euch die Lizenzabfrage einzubauen, welche Ihr hier findet:

 

Die müsst Ihr einfach in eure Plugin Klasse kopieren und dann z.B. in eurer update() oder activate() Methode aufrufen:

Die Dokumentation dazu findet Ihr hier

 

Fazit

Nachdem mein Plugin freigeschaltet ist werde ich hier noch weitere Punkte ansprechen, bis dahin wird es das erstmal gewesen sein. Bis die Tage…

Plugin Freischaltung

Nach ca. 3 Werktagen wurde das Plugin mit einer kurzen Info per E-Mail freigeschaltet. Danach könnt Ihr das Plugin über „Aktivieren“ live stellen

Danach ist euer Plugin sofort online und auch in der Suche auffindbar:

Nützliche Links:

Plugin Sales Guide

2 Antworten auf „Shopware Plugin im Store verkaufen | Erfahrungsbericht“

  1. „ExtJS
    Euer Plugin erweitert das Backend? Zu blöd, denn hierfür sind noch einmal 296,31€ (Brutto) fällig. Shopware nennt das die Shopware 5.0 SDK welche im Store zu erwerben ist, oder einfach eine E-Mail an sales@shopware.de schreiben.“.

    Nicht immer. Bei kostenlosen Plugins ist trotz Nutzung von ExtJs keine SDK Lizenz notwendig.
    Und du kannst Geld Verdienen durch ein SaaS die mit das Plugin „kommuniziert „. So, kostenlosen Plugin aber pay-as-you-go SaaS. 😉

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